Kutzers Zwischenruf

Die Frauen sind schuld!

23.04.19

Hallo allerseits! Ich war ziemlich gespannt, ob die ersten Analysen nach Ostern anders klingen als vorher und vielleicht zur Aufhellung der Börsenperspektiven beitragen. Fehlanzeige. Ein paar neue Rundschreiben internationaler Anlagestrategen untersuchen die Risiken für die Konjunktur und die Chancen für die Börsen durch die Geldpolitik der Notenbanken. Aussagen wie gehabt, wobei ausdrücklich keine Rezessionsangst verbreitet wird. Wen wundert’s, dass die Aktienmärkte heute mit kaum veränderten Kursen eröffneten.

Interessanter dagegen die Gothaer Anlegerstudie 2019, denn sie hat eine bekannte Grundtendenz nicht nur bestätigt, sondern zugleich verstärkt. Kernfrage: Was ist den Deutschen bei der Geldanlage wichtig? Sicherheit liegt mit 57 Prozent (Vorjahr: 52) Prozent nach wie vor an erster Stelle. Beim weiblichen Teil der Bevölkerung ist der Wunsch nach Sicherheit sogar noch ausgeprägter: 60 Prozent der Frauen gegenüber 53 Prozent der Männer sehen Sicherheit als den wichtigsten Aspekt bei der Geldanlage an. Männer (12 Prozent) setzen dagegen eher auf möglichst hohe Rendite als Frauen (6 Prozent).

Nee, das Ganze ist nicht frauenfeindlich, aber die Zahlen sind eindeutig. Auch bei der Frage nach den größten Befürchtungen bei Geldanlagen erkennt man deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Die Angst, dass die Eurozone auseinanderbricht und ihre Geldanlagen dann nicht mehr sicher sind, hegen 27 Prozent der Frauen, aber nur 21 Prozent der Männer. Auch die Sorge, dass die Preise und Alltagskosten steigen und somit die Geldanlagen an Wert verlieren, ist bei Frauen mit 63 Prozent der Befragten deutlich höher als bei Männern (54 Prozent). Die Studie zeigt, dass Frauen in Finanzfragen deutlich sicherheitsorientierter sind als Männer. Das spiegelt sich auch in der Wahl der Anlageformen wider: Frauen investieren beispielsweise deutlich seltener in Aktien (16 Prozent) als Männer (22 Prozent). Dazu passt: Auch bei der Frage, ob sie bereit wären zu Gunsten einer höheren Rendite ein höheres Risiko bei der Geldanlage einzugehen, zeigt sich bei den weiblichen Befragten eine deutlich geringere Risikobereitschaft.

Aha. Da haben wir’s. Vor allem unsere Frauen sind also für das falsche Sparen in Deutschland verantwortlich. Deshalb sind alle Aktienförderer (einschließlich der Ehemänner) gefordert, geschlechtsspezifische Maßnahmen zur Popularisierung des sinnvollen Investierens in Unternehmensbeteiligungen zu ergreifen

UBS Asset Management

Erster nachhaltiger ETF auf den S&P500

14.04.19

hk FRANKFURT. UBS Asset Management (UBS AM) legt den ersten ETF überhaupt auf, der Prinzipien der nachhaltigen Geldanlage mit dem S&P 500 Index kombiniert: den UBS ETF S&P 500 ESG UCITS ETF. Als Innovationsführer im Bereich Sustainable Investing kooperiert UBS AM mit S&P Dow Jones Indices und RobecoSAM und legt mit dem UBS S&P 500 ESG UCITS ETF einen ETF auf, der auf dem S&P 500 ESG Index basiert und sich an Investoren richtet, die Fokus und Wert auf Nachhaltigkeit legen.

„Wir sind Marktführer im Bereich nachhaltiger ETFs“, sagt Clemens Reuter, Head of ETF & Passive Investment Specialists. „Der neue UBS S&P500 ESG ETF ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen UBS Asset Management und S&P Dow Jones Indices. Wir haben hier ein eine neue Art von Sustainability ETFs entwickelt, die Core-Investments mit einem ESG-Exposure verbindet – und das auf Grundlage des größten und wichtigsten Aktienindex der Welt."
Der ETF ermöglicht es Investoren, an der Entwicklung des S&P500 teilzuhaben, bei gleichzeitiger Berücksichtigung nachhaltiger Faktoren. Unternehmen, die in den Bereichen Umwelt, Soziales und der Unternehmensführung (Environmental, Social, Governance – ESG), schlechte Bewertungen aufweisen, werden dabei ebenso ausgeschlossen wie Unternehmen aus der Tabakindustrie und Produzenten umstrittener Waffentechniken. Der UBS ETF S&P 500 ESG UCITS ETF ist sowohl in US-Dollar, als auch als Anteilsklasse währungsgesichert gegenüber Schweizer Franken, dem Euro und dem Britischen Pfund verfügbar.

Anlagealternativen

Zwei heiße Rohstoffe

20.02.19

hk – Rohstoffe als Alternative oder Ergänzung des Portfolios werden international zunehmend empfohlen. Gold gehört als Sicherheitselement in jedem Fall dazu, möglichst in physischer Form, und zwar unabhängig von der Preisentwicklung: Ich will mit dem güldenen Metall kleine Rendite erzielen (das kann man natürlich auch anders sehen). Meine Empfehlung: Kleine Barren und international bekannte Münzen bis maximal 1 Feinunze.


Das lange vernachlässige Silber hat sich im vergangenen Herbst stabilisiert und in jüngster Zeit preislich erholt (inzwischen bei 16 Dollar je Feinunze). Schweizer Fachleute erzählen mir überzeugend, dass Silber große Chancen für einen langfristigen Preisanstieg hat, weil es für alle möglichen Zwecke der Hightech-Industrien zunehmend gebraucht wird.


Noch heißer ist ein ganz anderer Rohstoff: Haben Sie schon von "Zeolith" gehört? Wenn nicht, bitte googeln! Natürliches Zeolith ist ein Industriemineral, und zwar ein Vulkangestein mit erstaunlichen Filtereigenschaften. Es gilt u.a. als ein begnadeter Problemlöser im Umweltschutz und hat unglaublich viele Einsatzmöglichkeiten (etwa auch im Gesundheitswesen). Ich habe jetzt ein Unternehmen kennengelernt (noch nicht börsennotiert), das nach eigener, wissenschaftlich fundierter Darstellung Zugang zu den Vorkommen mit der höchsten Reinheit weltweit hat! Investoren, Händler und Verbraucher können sich an der Entwicklung dieses spannenden Rohstoffs beteiligen. Wer ernsthaft interessiert ist, möge mir eine E-Mail schicken und erhält dann Detailinfos.