Newsletter der Tradium GmbH

Positiver Ausblick für Strategische Metalle und Seltene Erden

Der März-Newsletter der Tradium GmbH enthält eine ganze Reihe von positiven Perspektiven für Strategische Metalle und Seltene Erden. Internationale Experten rechnen für einige Elemente mit deutlichen Preissteigerungen – ein Ende der langen Flaute? Das könnte solche Metalle auch für Anleger interessant machen, die sich über das Frankfurter Handelshaus physisch in diesen Märkten engagieren können (www.tradium.com).


Im Rahmen der Argus Metals Week-Konferenz in London Anfang März wurde von einem steigenden Bedarf an sogenannten Superlegierungen gesprochen. Dies geht einher mit einer Bedarfssteigerung der hier verarbeiteten Metalle Chrom, Kobalt, Hafnium und Rhenium. Bedarfstreiber sind in diesem Fall Luftfahrt und Energiegewinnung. Der US-Triebwerkshersteller Pratt & Whitney erwartet bis 2022 Wachstumsraten von jährlich 10 %. Deren bereits als revolutionär gefeiertes Triebwerkskonzept „Turbofan“ verspricht für die nächste Flugzeug-Generation zweistellige Einsparungsraten bei Treibstoffverbrauch und Emissionen. Möglich wird dies auch durch die zusätzliche Verwendung von Superlegierungen im Heißbereich der Turbine, um höhere Betriebstemperaturen zu erreichen.

Im Markt für Indium und Germanium fehlt es seit Wochen an Liquidität. Die führenden Hersteller sind in Langzeitverträgen gebunden. Folglich tendieren die Preise für Spotmetalle nach oben. Anders beim Gallium, wo den Märkten noch ausreichend Material zur Verfügung steht. Nachdem chinesische Produzenten in 2016 aufgrund des Preisverfalls zahlreiche Fabriken geschlossen hatten, wurde der Betrieb inzwischen wieder aufgenommen. In der Folge befinden sich die Preise derzeit in einer Seitwärtsbewegung, offenbaren Anlegern jedoch durchaus attraktive Einstiegsmöglichkeiten.

Das Marktforschungsinstitut BAIINFO prognostiziert steigende Preise für die meisten Elemente aus der Gruppe der Seltenen Erden. Dies führt man u. a. zurück auf zunehmende Erfolge im Kampf gegen illegalen Bergbau, was den Markt in den zurückliegenden Jahren in eine massive Schieflage gebracht hatte. Zudem berichtet BAIINFO von zunehmendem Kaufinteresse aus der verarbeitenden Industrie. Zeitgleich schreibt Argus Metals von steigenden Preisen in China, die einer angespannten Angebotssituation geschuldet sind. Im Schwerpunkt betrifft dies aktuell die Elemente Praseodym, Neodym, Gadolinium, Erbium und Terbium. Viele Produzenten nutzen die Gelegenheit, Preise zu erhöhen, nachdem man zuletzt zum Teil herbe Verluste hinnehmen musste.

Beim Thema Wachstumspotenzial haben unabhängige Marktforscher derzeit nur eine Meinung: Uneingeschränkter Bedarfstreiber sind demzufolge die Permanentmagnete. Für die nächsten zehn Jahre erwartet man hier eine Wachstumsrate von 5 bis 10 % p.a. Man braucht sie sowohl für Windturbinen als auch für Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Im Februar 2017 hat Chinas Kfz-Industrie die Herstellung energieeffizienter Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr um 15,5 % erhöht. Gleichzeitig berichtet BAIINFO, dass China im Januar 25,3 Mio. t Permanentmagnete exportiert hat, ein Plus von 17,9 % gegenüber Vorjahr. Zur Erinnerung: all diese Magnete enthalten Neodym bzw. Praseodym, in Ergänzung oftmals auch Dysprosium, Terbium und Gallium. Dies sollte sich langfristig auch auf die Verfügbarkeit dieser Metalle auswirken.